{"id":174,"date":"2017-04-21T14:49:57","date_gmt":"2017-04-21T12:49:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.club-prosper-montagne.ch\/?page_id=174"},"modified":"2017-04-21T14:56:34","modified_gmt":"2017-04-21T12:56:34","slug":"le-club","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.club-prosper-montagne.ch\/de\/le-club\/","title":{"rendered":"Der club"},"content":{"rendered":"<p><strong><span class=\"sous_titre\">Prosper Montagn\u00e9, Koch,<br \/>\nkulinarischer Schriftsteller und Journalist<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-185 alignright\" src=\"http:\/\/www.club-prosper-montagne.ch\/wp-content\/uploads\/portrait.gif\" alt=\"portrait\" width=\"101\" height=\"310\" \/>Seit seinem Tode am 22. April 1948 ist der Name Prosper Montagn\u00e9 unvergessen. Sein Freund und Anh\u00e4nger Ren\u00e9 Morand hat ihm mit der Gr\u00fcndung des &#8222;Club Prosper Montagn\u00e9&#8220; einen, die Zeit \u00fcberdauernden Gedenkstein gesetzt.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Prosper Montagn\u00e9, von allen K\u00f6chen seiner Zeit verehrt und Vater einer grossen kulinarischen Lehre, erblickte 1865 in Carcassonne das Licht der Welt. Sein Vater war Direktor eines respektablen Unternehmens f\u00fcr moderne Artikel. Der junge Prosper studierte im dortigen Lyzeum &#8211; mit viel Hingabe und grossem Wissensdurst legte er den Grundstein zu seiner umfassenden kulturellen Bildung und allseits geachteten Gelehrsamkeit.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Dass er Koch aus Berufung wurde, w\u00e4re zuviel gesagt. Nach dem Studienabschluss f\u00fchlte sich der junge Mann eher zu den bildenden K\u00fcnsten hingezogen. Sein Traum war es, Architektur zu studieren, doch setzte sich das Leben mit seiner Unvorhersehbarkeit diesem Ziel entgegen:<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">In Toulouse war das alte &#8222;H\u00f4tel des Quatre Saisons&#8220; zum Kauf ausgeschrieben. Vater Montagn\u00e9 entschied sich zum Erwerb und beschloss, dass sein Sohn Koch werden solle. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Der k\u00fcnftige &#8222;Chef&#8220;, von eher trotzigem Charakter, war \u00fcber diesen v\u00e4terlichen Entscheid wenig begeistert. Er f\u00fcgte sich zwar, richtete sich jedoch klammheimlich im Estrich des &#8222;Quatre Saisons&#8220; ein vollst\u00e4ndig ausgestattetes Maleratelier ein. Stundenlang entfloh er alsdann der K\u00fcche in sein geheimes Reich, um Bilder zu malen, die damals schon Spiegel jener Energie und Leidenschaftlichkeit waren, die ihn sein Leben lang auszeichneten.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Papa Montagn\u00e9 jedoch hatte daf\u00fcr nicht das mindeste Verst\u00e4ndnis. Um den k\u00fcnstlerischen Ambitionen seines Sohnes den Riegel vorzuschieben, sandte er Prosper als Lehrling ins &#8222;H\u00f4tel d\u00b4Angleterre&#8220; in Cauterets, wo der junge Mann einem der besten K\u00f6che dieser Zeit, Alphonse Meillon, anvertraut wurde. Verfolgen wir seinen weiteren Werdegang:<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Unter seinem neuen Lehrmeister erwacht in Prosper Montagn\u00e9 bald die Freude an der Arbeit, welche ihm zuvor als seiner Talente unw\u00fcrdig erschienen war. Als Meillon seinem Lehrling all sein Wissen und K\u00f6nnen weitergegeben hat, zieht dieser weiter nach Paris: Er wird zuerst Mitglied der Brigade des Hotels &#8222;Les Ambassadeurs&#8220;, dann Koch im &#8222;Grand H\u00f4tel&#8220;. In letzterem sollte er, viele Jahre sp\u00e4ter, seine Karriere als Chef aller K\u00fcchen beenden. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Inzwischen kehrt er u.a. nach Cauterets zur\u00fcck, wo er unter Pierre Philippe arbeitet. Anschliessend trifft man ihn in den K\u00fcchen des &#8222;H\u00f4tel de Paris&#8220; in Monte-Carlo, bis er zum Milit\u00e4rdienst einberufen wird.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Nach dieser v\u00f6llig anders gelagerten Ausbildungs- und Servicezeit arbeitet er als K\u00fcchenchef im Casino von Luchon und w\u00e4hrend der Wintersaison an der C\u00f4te d\u00b4Azur, in Monte-Carlo. Den Sommer hindurch perfektioniert er seine Kochk\u00fcnste in Luchon unter Prosper Salles, einem Sch\u00fcler von Phil\u00e9as Gilbert. Anschliessende Etappen sind das Grand H\u00f4tel von Br\u00fcssel, der &#8222;Pavillon d\u00b4Ermenonville&#8220; in Paris &#8211; unter Chef Ledoyen &#8211; und schliesslich das Grand H\u00f4tel Paris, wo er 1907 seine Koch-Laufbahn zugunsten eines Neuanfangs aufgibt.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Neuer Anfang, neue Karriere: Aus Prosper Montagn\u00e9, dem talentierten Koch, wird Prosper Montagn\u00e9, der schnell ber\u00fchmte kulinarische Schriftsteller. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Unerm\u00fcdlich, voll unbegrenzter Arbeitskraft, schreibt Prosper Montagn\u00e9 unz\u00e4hlige Werke und Artikel. Sein Name erscheint zu jener Zeit in den meisten der wichtigen Zeitungen und Zeitschriften, sowohl in Paris als auch in den Provinzen. Er ist Hauptkommissar der kulinarischen Ausstellungen in Paris, Nahrungsmittelinspektor der Herbergen der sozialen F\u00fcrsorge, Lehrer an der Handels- und Hotelfachschule f\u00fcr Frauen, Redner, Demonstrant usw., usw\u2026<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">W\u00e4hrend des Krieges 1914-1918 wird er in den Dienst des Milit\u00e4rs berufen, wo er die Zentralk\u00fcche der IV und VIII Armee organisiert und die ber\u00fchmte &#8222;Ecole des Cuistots&#8220; (Milit\u00e4rk\u00fcchenchef-Schule) gr\u00fcndet. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Unerm\u00fcdlich und beredsam durchzieht er ganz Frankreich um das &#8222;kulinarische Evangelium&#8220; und das Feuer, das in ihm wohnt, einer enthusiastischen Zuh\u00f6rerschaft zu \u00fcbermitteln. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">1920 endlich er\u00f6ffnet er an der Ecke Fauborg Saint-Honor\u00e9 und Rue de I\u00b4Echelle in Paris sein eigenes Restaurant, dessen Emblem seinen neuen Titel tr\u00e4gt: Montagn\u00e9, Traiteur. Es wird sofort zum Grosserfolg. In weisser Weste arbeitet er vor seinen Kunden, die allesamt seine Freunde sind, und kreiert f\u00fcr sie seine besten Rezepte und Mahlzeiten. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Im Grunde seines Herzens jedoch bleibt Montagn\u00e9 ein K\u00fcnstler, ist ein schlechter Kaufmann. Trotz des umwerfenden Erfolges seines Restaurants muss er es aufgeben, ausziehen so arm wie er eingezogen war. Er zieht sich nach S\u00e9vres zur\u00fcck, um sich wieder dem Schreiben zu widmen.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">Sein Hauptwerk ist das &#8222;Grand Livre de la Cuisine&#8220; (Das grosse Buch der K\u00fcche), welches er in Zusammenarbeit mit Pierre Salles im wahrsten Sinne des Wortes komponiert. Eine ungeheure Titanenarbeit, wo sein kulinarisches Fachwissen und seine grosse literarische Kapazit\u00e4t auf jeder Seite zum Ausdruck kommen. Dieses Buch enth\u00e4lt unbestreitbar die Quintessenz aller gastronomischen Kenntnisse. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\">In seiner Eigenschaft als Chefredaktor der &#8222;Revue culinaire&#8220; wird Prosper Montagn\u00e9 in seinen letzten Lebensjahren von M. Andr\u00e9, dem ausgezeichneten Besitzer des Restaurants &#8222;La Reine P\u00e9dauque&#8220;, als technischer Berater engagiert. Hier darf er, wie er es seinerzeit im eigenen Restaurant gemacht hatte, vor den G\u00e4sten arbeiten und seine Talente offenbaren. <\/span><\/p>\n<p><span class=\"txt_pos\" style=\"color: #000000; font-family: Times New Roman; font-size: medium;\">Als Chevalier der Ehrenlegion stirbt er, wie erw\u00e4hnt, im Jahre 1948. In der Achtung seiner Berufskollegen, dem Andenken seiner Sch\u00fcler und Freunde aber lebt er weiter, damals wie heute. <\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prosper Montagn\u00e9, Koch, kulinarischer Schriftsteller und Journalist Seit seinem Tode am 22. 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